Was bringt ein Logo-Redesign?

Logo-Skizze mit Farbstiften und Tablet auf dem Schreibtisch eines Designers – Symbolbild für Logo-Redesign

Das Wichtigste zuerst: Ein Logo-Redesign bringt etwas, wenn das alte Logo nicht mehr zu dem passt, was der Betrieb heute macht, wenn es technisch nicht mehr funktioniert, etwa klein auf dem Handy oder als Favicon, wenn es nach einer Epoche aussieht, die vorbei ist, oder wenn es sich von den Mitbewerbern nicht mehr unterscheidet. Es bringt nichts, wenn der eigentliche Grund Langeweile ist. Ein Logo, das seit zwanzig Jahren wiedererkannt wird, ist ein Wert, den man nicht leichtfertig aufgibt.

Die Frage nach dem neuen Logo kommt oft im Zusammenhang mit einer neuen Website. Man schaut auf den Entwurf, und plötzlich sieht das Logo aus dem Jahr 2004 daneben aus wie ein Fremdkörper. Dann ist die Versuchung groß, gleich alles neu zu machen. Manchmal ist das richtig. Manchmal ist es ein Fehler. Wie wir das im Rahmen unseres Grafikdesigns einschätzen, und woran Sie es selbst erkennen, steht hier.

Wann ein neues Logo wirklich sinnvoll ist

Der klarste Fall: Der Betrieb hat sich verändert, das Logo nicht. Aus dem Malerbetrieb ist ein Fachbetrieb für Bodenbeläge geworden, aber im Logo hängt noch der Pinsel. Aus dem Einzelunternehmen wurde eine GmbH mit drei Standorten. Das Logo erzählt dann eine Geschichte, die nicht mehr stimmt.

Der zweite Fall ist technisch. Viele ältere Logos wurden für Briefpapier und Firmenwagen entworfen, mit feinen Linien, Verläufen, Schatten, kleinen Schriftzügen. Auf einem Handybildschirm mit vierzig Pixeln Höhe wird daraus ein Fleck. Als Profilbild bei Google oder Instagram ist es nicht mehr lesbar. Als Favicon im Browser-Tab schon gar nicht. Wenn das Logo nur groß funktioniert, funktioniert es heute nicht.

Drittens: das Logo sieht nach seiner Entstehungszeit aus. Bestimmte Effekte, Schriften und Farbverläufe sind so eindeutig einer Epoche zuzuordnen, dass sie den ganzen Auftritt alt wirken lassen, egal wie modern die Website drumherum ist.

Und viertens: Es sieht aus wie das der Konkurrenz. In manchen Branchen benutzen gefühlt alle dasselbe Symbol in derselben Farbe, das Haus beim Immobilienmakler, den Zahn beim Zahnarzt, die Weltkugel beim Logistiker. Wer sich davon nicht abhebt, wird verwechselt.

Wann Sie das alte Logo lieber behalten

Wenn es wiedererkannt wird. Wenn Kunden es seit Jahren auf Fahrzeugen, Schildern und Rechnungen sehen, ist diese Wiedererkennung bares Geld wert. Ein komplett neues Zeichen setzt das auf null. Große Marken wissen das, deshalb ändern sie ihre Logos in kleinen Schritten über Jahre, so dass niemand den Bruch bemerkt. Wenn Ihr Logo im Kern funktioniert und nur technisch oder stilistisch hakt, ist ein behutsames Redesign fast immer die bessere Wahl als ein Neustart.

Redesign oder Neuentwicklung: der Unterschied

Beim Redesign bleibt die Idee erhalten. Das Symbol wird vereinfacht, die Schrift modernisiert, Effekte entfernt, die Farben angepasst, damit sie auf Bildschirmen und im Druck gleich aussehen. Wer es kennt, erkennt es wieder. Wer es nicht kennt, sieht ein zeitgemäßes Zeichen. Bei der Neuentwicklung entsteht etwas anderes, mit allem, was dazugehört: Entwurfsrunden, Abstimmung, Umstellung aller Werbemittel, Erklärung gegenüber Kunden. Das ist ein größeres Projekt und sollte einen größeren Grund haben, etwa eine Umfirmierung, einen Zusammenschluss oder eine grundlegend neue Ausrichtung.

Was ein Logo heute können muss

Es muss in Schwarz-Weiß funktionieren, weil es irgendwann auf einem Fax, einem Stempel oder einer Gravur landet. Es muss klein lesbar sein, als Favicon und als rundes Profilbild. Es braucht eine Variante für helle und eine für dunkle Hintergründe. Es sollte als Vektordatei vorliegen, damit es sich ohne Qualitätsverlust auf Plakatgröße ziehen lässt. Und es sollte ohne Erklärung verständlich sein. Wenn Sie erklären müssen, was das Symbol bedeutet, ist es zu kompliziert.

Was nach dem Logo kommt

Ein neues Logo allein ändert wenig, wenn Visitenkarten, Website, Fahrzeugbeschriftung und Social-Media-Profile weiter im alten Stil laufen. Das Redesign ist der Anfang einer Umstellung, nicht ihr Ende. Deshalb planen wir bei einem Logo-Projekt immer gleich mit, was alles angepasst werden muss und in welcher Reihenfolge. Sonst läuft der Betrieb zwei Jahre mit zwei Gesichtern herum.

Was das praktisch bedeutet

Schauen Sie sich Ihr Logo an drei Orten an: als winziges Profilbild, in Schwarz-Weiß und neben den Logos Ihrer drei wichtigsten Mitbewerber. Wenn es an allen drei Stellen besteht, lassen Sie es in Ruhe. Wenn es an einer scheitert, ist ein behutsames Redesign wahrscheinlich die richtige Antwort. Wenn es an allen dreien scheitert und der Betrieb sich ohnehin verändert hat, darf es auch mehr sein. Welcher Fall bei Ihnen vorliegt, klären wir gern im kostenlosen Erstgespräch.

Häufige Fragen zum Logo-Redesign

Wie lange dauert ein Logo-Redesign?

Das hängt von Umfang und Abstimmungsrunden ab. Eine behutsame Modernisierung geht schneller als ein komplett neues Zeichen mit Styleguide. Den Zeitplan legen wir zu Beginn gemeinsam fest.

Muss ich nach dem Redesign alles neu drucken?

Nicht sofort. Sinnvoll ist eine Reihenfolge: zuerst die digitalen Kanäle, dann Drucksachen, die ohnehin nachbestellt werden, zuletzt Fahrzeuge und Schilder. So verteilt sich der Aufwand.

Welche Dateien bekomme ich am Ende?

Vektordateien für Druck und Beschriftung, Bilddateien in allen gängigen Größen, Varianten für hell und dunkel, ein Favicon und auf Wunsch eine kurze Übersicht mit Farben und Schriften, damit alle Beteiligten damit arbeiten können.

Bild von Redaktion Ingenius Agency

Redaktion Ingenius Agency

Die Redaktion der Ingenius Agency schreibt über Webdesign, SEO und Online-Marketing für kleine und mittlere Unternehmen in Essen und im Ruhrgebiet.