PageSpeed Insights ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das Ladezeit und Bedienbarkeit einer Seite misst. Es zeigt Messwerte echter Besucher und eine Labormessung mit einer Punktzahl von 0 bis 100. In die Google-Suche fließen die Core Web Vitals ein, und die beruhen auf den Werten echter Besucher.
Viele Betriebe sehen eine rote Zahl und sind beunruhigt, andere sehen Grün und lesen nicht weiter. Beides greift zu kurz, denn der Bericht hat zwei Hälften, die Unterschiedliches messen.
So starten Sie die Messung
- Öffnen Sie pagespeed.web.dev, geben Sie die vollständige Adresse einer Seite ein und klicken Sie auf „Analysieren“.
- Der Bericht zeigt zuerst das Ergebnis für Mobilgeräte. Oben schalten Sie auf Desktop um.
- Messen Sie auch eine zweite wichtige Seite, etwa Ihre Leistungsseite. Bewertet wird immer nur die eingegebene Adresse.
Oben: Was echte Besucher erleben
Diese Werte stammen aus dem Chrome User Experience Report. Google sammelt dafür anonymisierte Messdaten aus dem Chrome-Browser und fasst die letzten 28 Tage zusammen. Drei der Werte bilden die Core Web Vitals:
- LCP (Largest Contentful Paint): Wann ist der Hauptinhalt zu sehen, oft das große Titelbild? Gut sind bis zu 2,5 Sekunden.
- INP (Interaction to Next Paint): Wie schnell reagiert die Seite auf Tippen und Klicken? Gut sind bis zu 200 Millisekunden.
- CLS (Cumulative Layout Shift): Wie stark verrutschen Inhalte beim Laden? Gut ist ein Wert bis 0,1.
Maßgeblich ist der Wert, den mindestens drei von vier Seitenaufrufen schaffen. Liegen alle drei Werte im grünen Bereich, gilt die Bewertung als bestanden.
Bei vielen kleinen Websites bleibt dieser Teil leer oder zeigt die Werte der ganzen Website. Dann gab es zu wenige Besuche mit Chrome. Ein Fehler Ihrer Seite ist das nicht.
Unten: Die Labormessung mit Punktzahl
Für die Labormessung lädt Google die Seite einmal mit einem simulierten Mittelklasse-Handy über eine gedrosselte Mobilverbindung. Für den Desktop simuliert es einen Rechner mit Kabelanschluss. Die Farben sind schnell erklärt: ab 90 Punkten grün, von 50 bis 89 orange, darunter rot.
Aufschlussreicher als die Zahl sind die Hinweise darunter. Sie nennen, was die Seite bremst. Typisch sind zu große Bilder oder Skripte, die das Anzeigen verzögern. Ein Klick auf einen Hinweis zeigt die betroffenen Dateien, damit kann Ihre Agentur gezielt arbeiten.
Was die Punktzahl nicht verrät
- Wie es echten Besuchern geht. Die Labormessung ist ein einzelner, simulierter Aufruf.
- Einen festen Wert. Zwei Messungen hintereinander ergeben oft unterschiedliche Zahlen, weil Server und Netz schwanken.
- Ihren Platz bei Google. Die Core Web Vitals sind eines von vielen Signalen, die Google auswertet.
- Ob Kunden anrufen. Eine schnelle Seite ohne sichtbare Telefonnummer bringt wenig.
Google selbst hält es nicht unbedingt für gut investierte Zeit, nur wegen der Suche auf die volle Punktzahl hinzuarbeiten. Das sehen wir genauso.
Was Sie mit dem Ergebnis anfangen
Notieren Sie die Werte mit Datum und messen Sie nach größeren Änderungen erneut. Das Labor zeigt eine Verbesserung sofort, die Werte echter Besucher ziehen erst nach und nach mit. Rote Werte bei echten Besuchern sind ein Arbeitsauftrag. Fehlen Besucherdaten, nehmen Sie die Hinweise aus dem Labor als Liste für die nächste Überarbeitung. Was eine Website an laufender Pflege braucht, beschreibt unsere Seite zur Website-Wartung. Den Bericht gehen wir auch gern gemeinsam mit Ihnen durch, per Video oder bei Ihnen vor Ort.
Eine Frage zu PageSpeed Insights
Warum ist das Ergebnis am Handy schlechter als am Desktop?
Die mobile Messung simuliert ein langsameres Gerät und eine gedrosselte Verbindung, deshalb liegt die Punktzahl dort meist niedriger. Schauen Sie trotzdem zuerst aufs Handy, denn Google bewertet Websites in ihrer mobilen Fassung.