Was kostet Google Ads mindestens, damit es Sinn ergibt?

Hände mit Taschenrechner neben Laptop und Diagrammen, Symbolbild für das Google-Ads-Budget

Die ehrliche Antwort: Es gibt keinen festen Betrag, ab dem Google Ads funktioniert. Es gibt aber eine Logik: Das Budget muss groß genug sein, dass in einem Monat genügend Klicks zusammenkommen, um daraus wenigstens eine Handvoll Anfragen zu bekommen. Wer so wenig einsetzt, dass am Tag ein einziger Klick drin ist, bekommt kein Ergebnis, sondern Rauschen. Das Mindestbudget hängt also davon ab, was ein Klick in Ihrer Branche kostet und wie viele Klicks bei Ihnen zu einer Anfrage führen.

Die Frage nach dem Minimum stellt fast jeder Betrieb, der zum ersten Mal über Anzeigen nachdenkt. Und fast jeder hat vorher irgendwo gehört, man könne „mit ein paar Euro am Tag anfangen“. Das stimmt technisch, Google nimmt jeden Betrag. Ob dabei etwas herauskommt, ist eine andere Frage. Wir erklären die Rechnung dahinter, absichtlich ohne konkrete Zahlen, weil die von Branche zu Branche völlig verschieden sind.

Warum ein zu kleines Budget nichts bringt

Google Ads ist ein Auktionssystem. Jedes Mal, wenn jemand etwas sucht, konkurrieren die Anzeigen um den Platz, und der Klickpreis ergibt sich aus dem Wettbewerb. In manchen Branchen, etwa bei Anwälten oder Versicherungen, sind die Klicks teuer. In anderen, etwa bei lokalen Handwerksleistungen, deutlich günstiger. Wer den Klickpreis seiner Branche kennt, kann ausrechnen, wie viele Klicks das Monatsbudget überhaupt hergibt.

Dann kommt die zweite Zahl: Wie viele Besucher braucht es, bis einer anfragt? Das nennt sich Conversion-Rate, und sie liegt bei den meisten kleinen Betrieben irgendwo zwischen „jeder Zwanzigste“ und „jeder Hundertste“, je nach Leistung, Website und Anzeige. Wenn Ihr Budget nur für dreißig Klicks im Monat reicht und jeder Fünfzigste anfragt, bekommen Sie im Schnitt keine einzige Anfrage. Nicht weil Ads nicht funktioniert, sondern weil die Stichprobe zu klein ist.

Die Logik der Mindestgröße

Rechnen Sie rückwärts. Wie viele Anfragen brauchen Sie im Monat, damit sich der Aufwand lohnt? Sagen wir, eine Handvoll. Wie viele Klicks braucht es dafür bei einer realistischen Conversion-Rate? Das ergibt eine Klickzahl. Multipliziert mit dem Klickpreis Ihrer Branche ergibt das ein Monatsbudget. Alles darunter ist kein Sparen, sondern Geld, das für zu wenig Daten ausgegeben wird.

Es gibt einen zweiten Grund für die Mindestgröße, und der wird oft übersehen: Google lernt. Das System optimiert Anzeigen und Gebote anhand der Ergebnisse. Dafür braucht es Daten. Eine Kampagne mit wenigen Klicks im Monat liefert Google nichts, aus dem es lernen könnte. Die Kampagne bleibt dann dauerhaft im Blindflug.

Was das Budget angeht, kommt es außerdem auf die Laufzeit an. Ein Betrag, der für drei Monate reicht, ist besser angelegt als derselbe Betrag in einem Monat, weil die ersten Wochen fast immer zum Justieren draufgehen. Suchbegriffe ausschließen, Anzeigentexte tauschen, Zeiten anpassen. Wer nach vier Wochen den Stecker zieht, hat für das Lernen bezahlt und den Ertrag verschenkt. Wie wir Kampagnen aufbauen, steht auf unserer Seite zu Google Ads.

Was das Budget kleiner macht

Es gibt Stellschrauben, die das nötige Budget senken, ohne den Ertrag zu senken. Die wichtigste ist die Eingrenzung. Wer nur in Essen und den Nachbarstädten arbeitet, zeigt seine Anzeige nur dort. Wer nur werktags erreichbar ist, schaltet nachts ab. Wer eine bestimmte Leistung bewirbt, nimmt nur die Suchbegriffe, die genau diese Leistung meinen, und schließt den Rest aus.

Ein Beispiel: Ein Malerbetrieb bewirbt „Fassade streichen“. Ohne Ausschlüsse zahlt er auch für Klicks von Leuten, die nach „Fassade streichen selber machen“ oder „Fassadenfarbe kaufen“ suchen. Mit einer sauberen Liste ausgeschlossener Begriffe landet das Budget bei denen, die einen Betrieb suchen. Der Klickpreis bleibt gleich, aber der Anteil brauchbarer Klicks steigt deutlich.

Die zweite Stellschraube ist die Website. Wenn die Seite, auf der Besucher landen, schnell lädt, die Leistung klar erklärt und eine einfache Kontaktmöglichkeit bietet, fragen mehr Besucher an. Damit sinkt die Zahl der Klicks, die Sie pro Anfrage brauchen, und mit ihr das Budget. Anzeigen und Website gehören deshalb zusammen betrachtet.

Wann Ads gar nicht die richtige Wahl ist

Wenn das rechnerische Mindestbudget den Rahmen sprengt, ist das eine wichtige Erkenntnis und kein Grund zum Tricksen. Dann ist die Branche bei Google Ads schlicht zu umkämpft für einen kleinen Einstieg, und das Geld ist bei der organischen Suche, beim Unternehmensprofil oder bei Empfehlungen besser aufgehoben. Ehrlicher Rat ist hier mehr wert als eine Kampagne, die von Anfang an zu klein ist.

Umgekehrt gibt es Betriebe, bei denen Ads schon mit einem überschaubaren Einsatz Sinn ergibt, weil die Klicks günstig sind und die Leistung dringend gebraucht wird. Notdienste, Reparaturen und regionale Dienstleistungen gehören oft dazu. Ob Sie in diese Gruppe fallen, lässt sich mit dem Keyword-Planer von Google und einer ehrlichen Schätzung der Conversion-Rate in einer halben Stunde klären.

Unsere Empfehlung

Legen Sie das Budget nicht nach Bauchgefühl fest, sondern nach der Rechnung oben. Und planen Sie von vornherein einen Zeitraum ein, der Justieren erlaubt. Wenn Sie wissen wollen, wie die Rechnung für Ihre Leistung aussieht, bringen Sie die Frage einfach mit ins kostenlose Erstgespräch. Wir sagen Ihnen auch, wenn sich Ads für Sie nicht lohnt.

Häufige Fragen zum Google-Ads-Budget

Kann ich mit einem sehr kleinen Tagesbudget testen?

Technisch ja. Aussagekräftig wird der Test aber erst, wenn genug Klicks zusammenkommen. Ein kleiner Test über einen langen Zeitraum ist besser als ein kleiner Test über eine Woche.

Was kostet ein Klick in meiner Branche?

Das zeigt der Keyword-Planer von Google für jeden Suchbegriff und jede Region. Die Werte sind Schätzungen, geben aber eine gute Richtung.

Wann sehe ich, ob es funktioniert?

Erste Tendenzen nach wenigen Wochen, ein belastbares Bild meist nach zwei bis drei Monaten mit laufender Anpassung. Wer früher abbricht, urteilt über eine Kampagne, die noch nicht fertig eingestellt war.

Bild von Redaktion Ingenius Agency

Redaktion Ingenius Agency

Die Redaktion der Ingenius Agency schreibt über Webdesign, SEO und Online-Marketing für kleine und mittlere Unternehmen in Essen und im Ruhrgebiet.