Braucht mein Betrieb eine eigene Website, wenn es Google-Profil und Instagram gibt?

Ladenbesitzer mit Tablet hinter der Theke – Symbolbild für die Frage nach der eigenen Website

Unsere Antwort: Ja, in fast allen Fällen. Google-Unternehmensprofil und Instagram sind wertvoll, aber sie gehören Ihnen nicht. Die Regeln, die Reichweite und die Darstellung bestimmt jemand anderes, und beides kann morgen anders aussehen. Die eigene Website ist der einzige Ort im Netz, den Sie vollständig kontrollieren. Sie ist die Adresse, auf die alle anderen Kanäle zeigen, und sie beantwortet Fragen, für die auf Instagram kein Platz ist.

Die Frage kommt öfter, als man denkt, und sie ist berechtigt. Wer als Friseur, Fotograf oder Gastronom über Instagram gut ausgebucht ist, fragt sich zu Recht, wofür er noch eine Website braucht. Und wer als Handwerker über das Google-Profil gefunden wird, hat mit der Website oft keine gute Erfahrung gemacht: teuer, veraltet, bringt nichts. Beides verstehen wir. Trotzdem raten wir fast immer zur eigenen Seite, und zwar aus Gründen, die wenig mit uns als Webdesign-Agentur zu tun haben.

Was das Google-Profil gut kann, und was nicht

Das Unternehmensprofil ist für lokale Betriebe unschlagbar, wenn es um den schnellen Kontakt geht. Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Bewertungen, Anfahrt. Wer „Schlüsseldienst in der Nähe“ sucht, braucht nicht mehr. Aber sobald jemand vergleichen will, wird es dünn. Welche Leistungen genau? Wie läuft das ab? Was unterscheidet Sie von den anderen drei im Kartenausschnitt? Dafür ist im Profil kein Platz, und die Beschreibung liest kaum jemand. Der Klick geht dann auf die Website. Wenn dort nichts ist oder etwas Peinliches, ist die Anfrage weg.

Was Instagram gut kann, und was nicht

Instagram zeigt, wie Sie arbeiten. Fotos vom fertigen Projekt, Einblicke ins Team, Stimmung. Für Betriebe, deren Leistung man sehen kann, ist das Gold wert. Nur: Instagram ist ein Strom. Was heute oben steht, ist in einer Woche verschwunden. Wer nach Ihren Öffnungszeiten sucht, nach Preisen, nach dem Ablauf oder nach der Frage, ob Sie auch nach Bochum kommen, findet das dort nicht. Und wer nicht bei Instagram ist, findet Sie gar nicht. Das sind mehr Leute, als die Plattform einen glauben lässt.

Der eigentliche Punkt: Kontrolle

Jede Plattform kann ihre Regeln ändern, und alle tun es regelmäßig. Reichweiten brechen ein, weil ein Algorithmus umgestellt wird. Profile werden gesperrt, manchmal aus Versehen, und der Support antwortet nach drei Wochen. Ein Unternehmensprofil kann durch eine Handvoll gefälschter Bewertungen beschädigt werden. Wer sein gesamtes Geschäft auf einen dieser Kanäle stellt, hat kein Fundament, sondern eine Mieterwohnung ohne Kündigungsschutz.

Die eigene Website ist anders. Die Domain gehört Ihnen. Die Inhalte gehören Ihnen. Die Regeln machen Sie. Wenn morgen Instagram verschwindet, ist Ihre Seite noch da.

Was die Website leistet, das die anderen nicht können

Sie beantwortet die Fragen, die vor der Kontaktaufnahme kommen, ausführlich und in Ruhe. Sie wird bei Google auch für Suchanfragen gefunden, die nichts mit dem Ort zu tun haben, etwa „Dachdämmung Kosten“ oder „Physiotherapie nach Kreuzband-OP“. Sie sammelt alle Kanäle an einem Ort: Profil, Instagram, Bewertungen, Kontakt. Sie kann Termine buchen, Anfragen strukturiert aufnehmen, Unterlagen zum Download bereitstellen. Und sie ist der Ort, den KI-Assistenten lesen, wenn jemand nach einem Anbieter fragt. Ein Instagram-Profil lesen die nicht.

Wann Sie tatsächlich ohne auskommen

Ehrlich gesagt gibt es die Fälle. Wer einen einzelnen Laden mit Laufkundschaft hat, keine Beratung braucht und über das Profil und Empfehlungen ausgelastet ist, kommt eine Weile ohne Website aus. Wer ein reines Instagram-Geschäft betreibt, etwa als Künstler mit Direktverkauf, ebenfalls. Nur sollte die Entscheidung bewusst fallen, mit dem Wissen, dass das Fundament fremd ist. Und selbst dann empfehlen wir eine schlanke Ein-Seiten-Website mit Impressum, Kontakt und den wichtigsten Angaben. Die kostet wenig und ist die Absicherung.

Wie die drei zusammenspielen sollten

Das Unternehmensprofil ist der Türöffner für lokale Suchen und zeigt auf die Website. Instagram zeigt die Arbeit und zeigt auf die Website. Die Website beantwortet alles, was danach kommt, und zeigt zurück auf Profil und Instagram. Jeder Kanal hat eine Aufgabe, keiner muss alles können. So wird aus drei halben Auftritten ein ganzer.

Was bleibt

Wenn Sie heute nur Profil und Instagram haben und es läuft, dann läuft es. Die Frage ist, ob es auch nächstes Jahr läuft und ob Sie die Anfragen bekommen, die vorher vergleichen wollen. Wer das mit einer schlanken, sauberen Website absichern möchte, muss dafür kein Vermögen ausgeben. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist und was nicht, besprechen wir gern im kostenlosen Erstgespräch.

Häufige Fragen

Reicht eine Ein-Seiten-Website?

Für viele kleine Betriebe ja. Leistung, Ablauf, Kontakt, Impressum und Datenschutz auf einer gut strukturierten Seite sind besser als zehn halbleere Unterseiten. Wachsen kann die Seite später.

Kann ich die Website mit Instagram verbinden?

Ja. Instagram-Beiträge lassen sich auf der Website einbinden, umgekehrt gehört der Link zur Website in die Profilbeschreibung. Wichtig ist der Datenschutz bei der Einbindung, das lässt sich sauber lösen.

Was kostet eine einfache Website?

Das hängt von Umfang, Inhalten und Betreuung ab. Wovon der Preis ganz genau abhängt, haben wir in einem eigenen Beitrag erklärt. Eine konkrete Einschätzung bekommen Sie im Erstgespräch.

Bild von Redaktion Ingenius Agency

Redaktion Ingenius Agency

Die Redaktion der Ingenius Agency schreibt über Webdesign, SEO und Online-Marketing für kleine und mittlere Unternehmen in Essen und im Ruhrgebiet.