Wie schreibe ich eine Leistungsseite, die Anfragen bringt?

Hände tippen auf einer Laptop-Tastatur – Symbolbild für das Schreiben einer Leistungsseite

Gleich zur Sache: Eine Leistungsseite bringt Anfragen, wenn sie in den ersten Sätzen sagt, was Sie anbieten, für wen und wo, danach die Fragen beantwortet, die Kunden vor der Kontaktaufnahme wirklich haben, zeigt, wie die Zusammenarbeit abläuft, und an mehreren Stellen einen klaren nächsten Schritt anbietet. Was sie nicht braucht: Floskeln über Qualität und Leidenschaft, Fachchinesisch und Textwüsten ohne Zwischenüberschriften.

Die Leistungsseite ist die wichtigste Seite Ihrer Website. Nicht die Startseite. Wer über Google nach „Dachsanierung Essen“ sucht, landet auf der Seite zur Dachsanierung, nicht auf der Startseite. Und entscheidet dort in wenigen Sekunden, ob er weiterliest oder zurückspringt. Trotzdem sind Leistungsseiten oft die lieblosesten Seiten überhaupt: drei Absätze, ein Stockfoto, fertig. Wie man das besser macht, ist eine Frage von Struktur, nicht von Schreibtalent. Beim Content Marketing für unsere Kunden ist das der Teil, der am meisten bewegt.

Der erste Absatz entscheidet

Stellen Sie sich vor, jemand liest nur die ersten drei Sätze. Was muss da stehen? Die Leistung, die Zielgruppe, der Ort und der wichtigste Nutzen. „Wir sanieren Dächer von Ein- und Mehrfamilienhäusern in Essen und dem westlichen Ruhrgebiet, vom Ziegel bis zur Dämmung, mit Festpreisangebot nach Vor-Ort-Termin.“ Das ist ein Absatz, der arbeitet. „Herzlich willkommen auf unserer Website, wir freuen uns über Ihren Besuch“ ist einer, der Platz verschwendet.

Dieser Einstieg ist auch das, was Google und KI-Assistenten als Antwort auf eine Suchanfrage nehmen. Deshalb gehört er ganz nach oben, direkt unter die Überschrift.

Beantworten Sie die Fragen, die Ihre Kunden wirklich stellen

Sie kennen diese Fragen. Sie hören sie am Telefon, im Erstgespräch, auf der Baustelle. Wie lange dauert das? Was brauchen Sie von mir? Muss ich dabei sein? Was passiert, wenn etwas dazwischenkommt? Wie läuft die Bezahlung? Schreiben Sie diese Fragen auf und beantworten Sie jede einzelne auf der Seite. Als Zwischenüberschrift die Frage, darunter die Antwort. Das ist das gesamte Geheimnis guter Leistungsseiten, und fast niemand macht es.

Zeigen Sie den Ablauf

Menschen scheuen die Kontaktaufnahme, weil sie nicht wissen, was danach passiert. Nehmen Sie diese Unsicherheit weg. Vier oder fünf Schritte reichen: Anfrage, Gespräch, Angebot, Umsetzung, Abnahme. Bei jedem Schritt ein Satz dazu, was passiert und was vom Kunden gebraucht wird. Wer den Ablauf kennt, meldet sich eher.

Sagen Sie, für wen die Leistung ist und für wen nicht

Das klingt kontraintuitiv, aber eine klare Zielgruppe zieht mehr an als „für alle“. „Für Eigentümer von Häusern ab Baujahr 1970“ oder „für Praxen mit bis zu zehn Mitarbeitern“ sorgt dafür, dass sich die Richtigen angesprochen fühlen. Und Sie bekommen weniger Anfragen, die ohnehin nicht passen.

Belege statt Behauptungen

„Höchste Qualität“ und „langjährige Erfahrung“ steht auf jeder zweiten Website und sagt deshalb nichts. Was wirkt, ist konkret: ein Foto vom fertigen Projekt, ein Zitat eines Kunden mit Name und Ort, die Nennung der Handwerkskammer, ein Zertifikat, das tatsächlich existiert. Alles, was Sie schreiben, sollten Sie belegen können. Das ist nicht nur überzeugender, es ist auch wettbewerbsrechtlich sicherer.

Der nächste Schritt, mehrfach

Nicht erst am Ende. Nach dem Einstieg, nach dem Ablauf, am Schluss. Und immer derselbe Schritt, nicht drei verschiedene. Bei uns ist es das kostenlose Erstgespräch. Bei Ihnen vielleicht der Vor-Ort-Termin oder der Rückruf. Der Button sollte sagen, was passiert, nicht „Absenden“.

Was der Text nicht braucht

Er braucht keine Begrüßung. Keine Firmengeschichte im ersten Absatz, die gehört auf die Über-uns-Seite. Keine Fachbegriffe, die nur Kollegen verstehen. Keine Absätze, die länger als fünf Zeilen sind. Und keine Suchbegriffe, die alle zwei Sätze wiederholt werden, das hat vor fünfzehn Jahren mal funktioniert.

Wie lang soll die Seite sein?

So lang, wie es braucht, um die Fragen zu beantworten. Für die meisten Leistungen sind das sechshundert bis tausend Wörter, aufgeteilt in kurze Abschnitte mit Zwischenüberschriften. Wer nur den Anfang liest, muss trotzdem verstehen, worum es geht. Wer alles liest, sollte danach keine offene Frage mehr haben.

Unser Rat dazu

Nehmen Sie Ihre wichtigste Leistungsseite und prüfen Sie: Sagt der erste Absatz, was, für wen und wo? Werden die Fragen beantwortet, die Sie täglich am Telefon hören? Ist der Ablauf erklärt? Gibt es Belege? Und einen klaren nächsten Schritt? Wenn an zwei oder drei Stellen ein Nein steht, wissen Sie, wo Sie anfangen. Wenn Sie das lieber mit uns zusammen machen möchten, ist das kostenlose Erstgespräch der richtige Einstieg.

Häufige Fragen zu Leistungsseiten

Brauche ich für jede Leistung eine eigene Seite?

Für jede Leistung, nach der Kunden eigenständig suchen, ja. „Dachsanierung“ und „Dachrinnenreinigung“ sind zwei Suchanfragen und verdienen zwei Seiten. Kleine Zusatzleistungen können auf der Seite der Hauptleistung mitbehandelt werden.

Soll ich Preise auf die Leistungsseite schreiben?

Das ist eine Geschäftsentscheidung. Wer keine Preise nennt, sollte erklären, wovon der Preis abhängt und wie das Angebot zustande kommt. Das nimmt Unsicherheit, ohne sich festzulegen.

Kann ich die Texte selbst schreiben?

Ja, und oft sind die eigenen Texte fachlich die besten. Hilfreich ist, wenn jemand von außen die Struktur prüft und Fachbegriffe übersetzt. Genau diese Arbeitsteilung machen wir mit vielen Kunden.

Bild von Redaktion Ingenius Agency

Redaktion Ingenius Agency

Die Redaktion der Ingenius Agency schreibt über Webdesign, SEO und Online-Marketing für kleine und mittlere Unternehmen in Essen und im Ruhrgebiet.